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Boll´s Modellbahntechnik

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Booster Management System

Frage: Was ist das Messprinzip des BMS? Wann wird ein Kurzschluss erkannt? Wäre auch eine Schaltung mit programmierbarem Schwellwert vorstellbar?
 
Schade, dass das BMS keinen Kurzschluss zwischen 2 Stromkreisen erkennt, denn das ist ja auch ein kritischer Zustand.

 

Antwort:

Das BMS hat eine Messschwelle von ca. 10V.
Wenn die Gleisspannung für eine bestimmte Zeit unter diesen Wert fällt, dann wird abgeschaltet.
Die Zeit dürfte zwischen 0,1 und 0,5 sec. liegen, so genau kann man das nicht sagen, da es von Bauteiltolleranzen abhängt.
Ein bischen unempfindlich muß das System ja sein, damit es nicht bei jedem überfahren von Weichen abschaltet. Wenn der Schleifer etwas unsauber eingestellt ist, sieht man es ja schonmal blitzen unter der Lok.

Nein, einen Schluß zwischen 2 Stromkreisen kann man nicht erfassen, da ja im Idealfall wenn beide Booster gleich sind, auch garnichts passiert.
Nur wenn die Booster unterschiedlich arbeiten, und zum Beispiel der Trafo ein anderer oder anders gepolt ist, dann kommt es zu Ausgleichsströmen und der schwächere Booster verliert.

Frage: Beim Anschluss des BMS an eine TAMS-EC kommt es zu unkontrolliertem losfahren der Loks.

Antwort:

Die TAMS Zentrale ist die einzig mir bekannte Zentrale, die mit Datensignalen arbeitet, die nicht dem 5V (TTL) Standart entspricht. Sie sendet ein ±12V Signal.

Daher kommt es in den Boostern zum übersteuern des Dateneingangs, was sich durch aussenden eines Gleichstromes ans Gleis zeigt. Loks bei denen der Analogbetrieb erlaubt ist, fahren los. Durch 2 Bauteile in der Busleitung von der Tams-Zentrale zum BSM kann man dies vermeiden.

Hierbei wird die DATA Leitung auf einen positiven Wert von 5,1V begrenzt, und der negative wert wird fast vollständig unterdrückt.

Damit kommen alle Booster mit 5poligem Märklin-Busanschluss zurecht.

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Wer Win-Digipet nutzt, und das BMS nachträglich installiert, hat das Problem, den s88-Bus neu verkabeln zu müssen. Das BMS befindet sich meist nahe der Zentrale, und es bietet sich an es als erstes Modul in den schon vorhandenen s88-Bus zu integrieren. Damit sich nicht alle Rückmeldenummern um 8 nach hinten verschieben, wird in der Systemeinstellung einfach eine neue Rückmeldemodul-Zuweisung angelegt. In der oberen Zeile sind die bisherigen 9 Module mit dem WDP Startmodul 1 eingetragen. Die Kontaktnummern bleiben wie bisher 001-072 Allerdings beginnt die Hardware Zählweise "von Modul" nun bei 2 und reicht "bis Modul" 10.

In der neu zu erstellenden Zeile wird nur ein Modul erfasst, das BMS mit seinen 8 Kontakten. Die Hardwarereihung sagt das dieses Modul an 1. Stelle sitzt, deshalb der Eintrag "von Modul" 1 "bis Modul" 1 allerdings wird es in der WDP Nummerierung als Modul 11 geführt, so das die Kontaktnummern automatisch von WDP als 81 - 88 gezählt werden.

Hiermit haben wir ein vorne eingereihtes Rückmeldemodul virtuell hinten angehängt, und keine Fahrstrasse muss verändert werden. yes