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Boll´s Modellbahntechnik

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Info´s

Als Schaltdecoder werden alle Decoder bezeichnet, die elektrische Schalthandlungen auf der Anlage ausführen können.

Dabei wird unterschieden ob es sich um Kurzzeithandlungen (Impulse) wie für Weichen handelt, oder ob es Dauerschaltungen wie für Beleuchtungseinrichtungen sind.

Märklin hatte in den 1980er Jahren seine Weichendecoder als "k83" und seine Schaltdecoder als "k84" bezeichnet. Dies hat sich so in den Köpfen der Modellbahner festgesetzt, das die meisten Hersteller diese Kürzel verwenden.

Der klassische "k83" Weichendecoder kann Magnetspulenantriebe mit /ohne Endlagenabschaltung bedienen. Hier werden die beiden Spulen im Weichenantrieb wechselweise mit einem Stromstoß beaufschlagt, der den metallischen Anker in die entsprechende Lage schnellen Lässt. So ein Weichenantrieb besitzt 3 Steuerleitungen, wobei eine dauerhaft an der Versorgungsspannung liegt, und die beiden anderen kurzzeitig (ohne Endabschaltung) oder auch länger (mit Endlagenabschaltung) angeschaltet werden dürfen.

Mittlerweile haben sich auch motorische Weichenantriebe durchgesetzt, die eine Weiche oder ein Signal relativ langsam bewegen. Diese haben meist nur 2 Anschlüsse und wechseln ihre Bewegungsrichtung durch umpolen. Der Strom fließt dabei nur so lange durch den Motor, bis er seine Endlage sicher erreicht hat, dann wird der Stromfluss abgeschaltet. Der Antrieb muss dann durch mechanische Eigenhemmung in dieser Lage verbleiben. Um diese Antriebe zu steuern habe ich den "k82" im Programm, dessen Stromflussdauer programmiert werden kann.

Eine weitere Variante, Bewegungen aller Art auszuführen, sind die Servoantriebe. Auch sie werden immer häufiger zur Weichensteuerung und Signalsteuerung, aber auch für Tore, Bahnschranken, Kräne usw. verwendet. Sie benötigen zur Ansteuerung der aus dem RC-Modellbau bekannten Servos spezielle Decoder, die ein Impulsmuster entsprechend des Bewegungswinkels ausgeben.

Zu letzt seinen hier die Schaltdecoder "k84" genannt. Sie besitzen potentialfreie Relaiskontakte, meist ein Wechslerkontakt je Kanal, mit dem der Anwender Ströme aller Art schalten kann. Hiermit können Motore, Beleuchtungen, oder die Fahrspannung Ein/Ausgeschaltet werden. Die verwendeten Relais können meist Spannungen bis 60V und Ströme bis zu 2A Schalten. Also bitte nicht die 230V Zimmerbeleuchtung damit schalten ! Der Relaiskontakt bleibt bei diesen Decodern so lange in der jeweiligen Position, bis der Decoder einen weiteren Umschaltbefehl erhält.

Adressprogrammierung meiner Schaltdecoder

Wird die Programmiertaste am Decoder betätigt, leuchtet die zugehörige LED dauerhaft und signalisiert das der Decoder auf eine gültige Magnetartikeladresse wartet. Die aktuelle Firmware der Decoder quittiert das erfolgreiche Programmieren einer Adresse mit 3maligem Blinken. Dabei kann es bei manchen Zentralen zu Fehlinterpretationen des Datensignales durch RailCom kommen. Hier hilft es, für die Zeit der Decoderprogrammierung, RailCom zu deaktivieren.

Adressprogrammierung Schiebebühnendecoder

Da der SBD 2 Adressbereiche benötigt erfolgt die Programmierung in 2 Schritten:

Taster kurz zu betätigen, die LED muss dann langsam blinken.

Nun eine Adresse der Gruppe 1 senden ( bei mir Adresse 225).

Die LED leuchtet dann für eine Zeit dauerhaft, bis sie schnell anfängt zu blinken.

Nun eine Adresse der Gruppe 2 senden ( bei mir Adresse 229).

Die LED geht aus und der Programmiervorgang ist beendet.

Jetzt kann die Schiebebühne über die Adressen (bei mir 225 - 232) gesteuert werden, sofern alle Kabel ordnungsgemäß angeschlossen sind.(3x Zuleitung, 3x Motorsteuerung , 9x Positionsrückmeldung)